Making of: City of Mirrors

Im Sommer 2009 habe ich ein neues Bild begonnen, welches mich in Sachen Dreidimensionalität ein wenig weiterbringen soll. Ich hatte vor, es komplett am Computer zu erstellen. Leider hat sich das Projekt zu lange hingezogen und ich habe schlussendlich aufgrund fehlender Lust die Arbeit als unvollständig niedergelegt. Da ich jedoch einigen Aufwand für dieses Bild betrieben habe, habe ich hier ein Making-Of erstellt.

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Perspektive

Perspektive

Das erste, was ich für ein dreidimensionales Bild brauchte, war eine Festlegung des Blickwinkels. Ich hatte schon früher dreidimensionale Bilder gemacht, doch nun wollte ich zusätzlich noch eine Fischaugen-Verzerrung einbauen. Somit habe ich drei Ebenen erstellt, welche Fluchtlinien zu je einem Fluchtpunkt beinhalten. Ein Fluchtpunkt wurde explizit so in das Bild gelegt, dass er das Augenmerk des Betrachters darauf lenkt, die anderen beiden Fluchtpunkte liegen weit ausserhalb des Bildes. Nachträglich habe ich dann diese Ebenen mit einer spärischen Verzerrung versehen, womit ich schlussendlich das Roh-Raster für meine Zeichnung vorliegen hatte. Im nebenstehenden Bild sieht man die drei Ebenen übereinandergeblendet.

Als kleine Nebenbemerkung sei hier angemerkt, dass die so erstellte Perspektive keine korrekte Perspektive ist, sondern nur die Verzerrung einer ursprünglich korrekten. Da aber zwei der Fluchtpunkte weit ausserhalb des Bildes liegen, merkt man dies nicht. Ausserdem hat das Arbeiten mit Fluchtpunkten den Vorteil, dass es stets geometrisch aufgeht, egal, wie verzerrt das Raster ist.

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Raster

Raster

Als nächstes habe ich dann mithilfe der obigen Perspektiven-Ebenen die Umrisse der Hochhäuser konstruiert. Schön immer den Linien der Perspektive nach und mit vielen Hilfslinien. Auch bereits hatte ich die Strasse skizziert, welche ich nachträglich dann noch ausarbeiten und sogar mit Autos und Personen beleben wollte.

Der Plan war, dass meine Figur Manderba von dem Hochhaus ganz im Vordergrund auf das nächstegelegene Hochhaus springen sollte, mit gezückter Waffe und in schwungvoller Pose.

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Schattenebene

Schattenebene

Daraufhin hatte ich mich daran gemacht, die Hochhäuser grob zu schattieren. Ich habe hierbei einfach jede Seite eines Hochhauses mit einem leichten Grauton ausgefüllt, sodass ich später diese Ebene über eine Detailzeichnung darüberlegen könnte.

Nach dieser Ebene jedoch packte mich die Lust, die Wände der Hochhäuser als Spiegel zu realisieren, ähnlich wie man es bei einem Hochhaus mit vielen Glasscheiben sieht. Diese Entscheidung hatte zur Konsequenz, dass ich mich nun nebst der Perspektive auch noch mit Spiegelungen auseinandersetzen musste.

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Spiegelebene 1

Spiegelebene 1

Die Spiegelungen konnte ich realisieren, indem ich eine weitere Ebene über die soeben erstellte Schattenebene blendete. Dadurch konnte ich dieselben Grauwerte verwenden, wie sie in der ersten Ebene benutzt wurden. Mittels einer passenden Überblendungs-Methode sah das Resultat tatsächlich aus wie eine Spiegelung. Das Zeichnen der Strasse war dabei eine grosse Hilfe, da diese viel eher als die grauen Wände eine Orientierung darüber boten, was genau ich gerade spiegele.

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Spiegelebene 2, 3, 4, 5 und 6

Spiegelebene 2, 3, 4, 5 und 6

Im genau gleichen Stil hatte ich sodann weitere Ebenen hinzugefügt, wobei ich bis zu Spiegelungen 6. Ordnung gehen musste. Ab einer gewissen Ordnung konnte ich die Orientierung trotz des Zeichnens der Strasse nicht mehr nachvollziehen, es ist somit sehr gut möglich, dass die Spiegelungen nicht hundertprozentig korrekt sind. Aber dem normalen Betrachter fällt dies sowieso nicht auf (Dies gilt zumindest für mich).

Irgendwann jedoch merkte ich, dass aufgrund dieses Gespiegles ich kaum vorwärts kam. Es sieht zwar wunderbar aus, aber schlussendlich war der Aufwand für jede einzelne Spiegelung so gross, dass ich keine Lust mehr hatte.

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Sternenhimmel

Sternenhimmel

Was ich zwischendurch noch eingefügt hatte, war ein Sternenhimmel. Da ich auch die Dächer der Hochhäuser als Spiegel realisieren wollte, suchte ich nach einem einfachen, aber effektvollen Spiegelbild. Mir fiel dazu spontan ein Sternenhimmel mit leichter Bewölkung ein. So ein Himmel war sehr einfach zu realisieren mithilfe von einigen sorgsam gewählten Einstellungen bei dem verwendeten Pinsel sowie einem simplen Wolken-Filter. Sodann habe ich das resultierende Bild maskiert, sodass nur die Dächer spiegeln.

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Konturen

Konturen

Ich hatte mich bereits entschieden, aufgrund fehlender Lust dieses Bild nicht mehr weiter zu bearbeiten. Es sah auch so schon sehr nett aus. Was ich jedoch noch kurz vor der Veröffentlichung probierte, war das Nachzeichnen der Umrisse mittels Vektoren. Tatsächlich wären die dadurch entstandenen Konturen um einiges schöner anzuschauen gewesen, aber ich hätte nochmals alle Flächen auf diese Konturen anpassen müssen. Somit habe ich diese Ebene aus dem schlussendlichen Bild wieder herausgelöscht und das Bild so gelassen, wie es war.

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Schlussendliches Bild

Schlussendliches Bild

Durch eine passende Überblendung aller Ebenen konnte ich somit dieses zwar unvollständige, doch trotzdem eindrucksvolle Bild erstellen. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen, noch einen kleinen persönlichen Touch einzufügen.