Making of: Wet Fight

Am 15. Juli 2009 präsentierte ich ein neues Bild, welches ich vollständig am Computer erstellte. Zwischendurch verliess mich beinahe die Lust, dieses Bild fertigzustellen, doch am Ende habe ich es dann doch noch geschafft. Hier zeige ich die einzelnen Schritte, wie dieses Bild entstanden ist.

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Skizze

Skizze

Ganz am Anfang war die Idee und eine Skizze. Ich wollte meine beiden Figuren darstellen in kämpferischer Pose in einer ungemütlichen, düsteren Umgebung. Es soll regnen und das ganze Bild soll allgemein ziemlich feucht aussehen. Dazu schien mir eine verlassene Brücke über einen kalten Fluss genau das richtige.

Die Skizze wurde am Computer erstellt und bereits jetzt habe ich an einigen Stellen die Pose immer wieder geändert, bis dass ich einen stimmigen Gesamteindruck abschätzen konnte.

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Maske

Maske

Mein wichtigstes Utensil bei solchen Zeichnungen ist das Maskieren von Inhalten. Meine beiden Figuren stellen den Vordergrund dar, im Hintergrund soll die Umgebung dargestellt werden. Damit man die beiden Sachen trennen kann, maskiere ich den Vordergrund, damit er nahtlos über den Hintergrund geblendet werden kann.

Wie so häufig entstand die Maske erst nach und nach. Zuerst war nur eine grobe Form da, dann wurden allmählich die Details wie die Extremitäten einzeln ausgearbeitet, wieder verändert und verfeinert und schlussendlich kam der ausgefranste, haarige Umriss dazu.

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Licht und Schatten

Licht und Schatten

Sehr früh beginne ich, den Figuren einen dreidimensionalen Charakter zu geben. Mittels einer Licht-Ebene definiere ich Stellen, wo Licht auf die Figuren scheinen soll und Stellen, welche im Schatten liegen. Dabei verfahre ich nach drei Stufen: Die erste Stufe ist eine grobe Andeutung, wo viel Licht, und wo hauptsächlich Schatten sein soll. In der zweiten Stufe gehe ich genauer vor und forme die wichtigsten Strukturen und Extremitäten. In der dritten Stufe dann werden die einzelnen Stellen fein ausgearbeitet, sodass selbst Fingernägel, Knorpel und Andeutungen von Muskeln zum Vorschein kommen.

Der Schatten am Boden ist in einer separaten Ebene gespeichert, welcher hinter den eigentlichen Figuren, jedoch trotzdem vor dem Hintergrund zu liegen kommt.

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Farbe

Farbe

Die Farben sind meistens kein Problem. Ich definiere eine Farbebene, welche über die anderen Ebenen darübergelegt wird. Normalerweise färbe ich damit nur die Flächen grob ein, alle Details sind durch die anderen Ebenen ausgearbeitet.

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Haare

Haare

Die Haare werden mittels zweier separaten Ebenen überblendet. Dabei gehe ich von einem vollständig verrauschtem Bild aus und verschmiere die Pixel, sodass sie der Strichrichtung des Fells entsprechen. Die beiden Ebenen unterscheiden sich in der Grobkörnigkeit der Pixel. Die feine Ebene liefert dabei einen haarigen Eindruck, die grobe Ebene dient einer künstlichen Verschmutzung, sodass das Fell nicht allzu sauber aussieht. Um den Haar-Eindruck zu verstärken, wende ich einige Schärfefilter an, welche danach mittels geschickter Überblendung zu einem dreidimensionalen Eindruck führen.

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Glanz

Glanz

Da das Bild schlussendlich eher wässerig rüberkommen soll, habe ich über den Vordergrund eine Glanz-Ebene darübergelegt. Diese Ebene bewirkt scharfe Reflektionen des Lichtes an den Stellen, wo ich dies möchte. Ausserdem konnte ich so die Struktur der Nasen einbauen.

Ich hatte geplant, zudem noch Wassertropfen hinzuzufügen, welche über das Gesicht, das Fell und die Kampfutensilien laufen. Die sahen ganz gut aus, aber ich hätte eine Unmenge an Zeit gebraucht, alle Tropfen zu malen und gleichzeitig das Bild stimmig zu halten. Also habe ich es bleiben lassen.

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Fertiger Vordergrund

Fertiger Vordergrund

Der Vordergrund wurde schlussendlich aus den obengenannten Ebenen zusammengesetzt und in angemessener Weise überblendet. Zudem habe ich einige Farbfilter darübergelegt, um ein stimmiges Bild zu erzeugen. Zusammen mit der Maske sind meine beiden Figuren nun bereit, auf einen Hintergrund gesetzt zu werden.

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Hintergrund

Hintergrund

Der Hintergrund hat Spass gemacht, allerdings wollte ich für dieses Bild nicht übermässig viel Zeit damit verbringen. Angefangen habe ich mit der Backsteinmauer, was mir erstaunlich leicht von der Hand ging. Danach kümmerte ich mich um das Wasser, mit welchem ich doch ein wenig kämpfte, da die vielen Lichtreflektionen mir nie so richtig passen wollten, insbesondere die Reflektionen, welche im Tunnel zu sehen sind. Danach kam der Boden und das Geländer dran. Daraufhin kümmerte ich mich um den Abfallberg. Schlussendlich schien mir das Resultat noch nicht so stimmig zu sein und ich habe sodann einige Wasserpfützen hinzugefügt.

Dummerweise merkte ich erst am Schluss, dass ich aus Versehen im falschen Farbmodus arbeitete, weswegen die Farben im Bild nicht so daherkommen, wie ich es ursprünglich geplant hatte.

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Hintergrund-Glanz

Hintergrund-Glanz

Das Hintergrundbild sah nun noch ein wenig lahm aus und so habe ich genauso wie bei dem Vordergrundbild einige Glanzlichter hinzugefügt, welche insbesondere das Wasser und den Abfall etwas mehr naturalistischer erscheinen liessen. Ich habe hierfür die hellsten Stellen des ursprünglichen Hintergrundbildes einfach nochmals darübergelegt und an einigen wenigen Stellen manuell verstärkt.

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Fertiger Hintergrund

Fertiger Hintergrund

Schlussendlich habe ich auch die Hintergrundebenen mit einigen Farbanpassungen belegt (um meinen Fehler beim Farbmodus wieder auszubügeln) und das Hintergrundbild mit den Glanzlichtern zusammengefügt. Insgesamt ist das Hintergrundbild längst nicht so gut ausgearbeitet, wie der Vordergrund, aber es soll ja auch nur im Hintergrund sein.

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Regen

Regen

Um dem Bild nun den ultimativen nassen Kick zu geben, habe ich Regen hinzugefügt. Dies machte ich mittels zweier Ebenen (kleine Tropfen im Hintergrund, grosse Tropfen im Vordergrund), welche als Lichteffekte über das Bild gelegt werden sollen. Die Tropfen habe ich mittels geeigneter Effekte relativ einfach hergestellt und an einigen wenigen Stellen manuell korrigiert.

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Fertiges Bild

Fertiges Bild

Schlussendlich habe ich alle Ebenen zusammengelegt und nochmals einige kleine Farbanpassungen für die Gesamterscheinung darübergelegt. Das Bild gefällt mir sehr gut, insbesondere machte es mir Lust, mehr Hintergründe zu zeichnen.