WK 08

Und wieder einmal war die Zeit reif für eine weitere Reifeprüfung, sprich, hat das höhere Kader des Militärs die Reife erreicht, uns als reife Menschen zu anerkennen. Der WK ist gut gestartet, die Zeit wird zeigen, wie es die nächste Zeit aussieht.

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Kampfgirl

Kampfgirl

Am ersten Tag musste ich mich erst einstimmen, meine alte Technik wieder hervorkramen. Das Bild ist nicht so gut geraten, wie ich es eigentlich wollte. Erstaunlicherweise ist das Gesicht derjenige Teil, der mir am besten gefällt (und das bei meinen zeichnerischen Künsten, was Frauengesichter betrifft).

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Manderby angeschossen

Manderby angeschossen

Eines meiner Lieblingsbilder der ersten Woche. Dieses Bild habe ich fast von Beginn an so hingekriegt, wie ich es mir vorstellte. Der rechte Arm benötigte ein wenig Ausprobieren und der Helm sieht ein wenig wie eine Schildkröte aus, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden. Die Inspiration dazu hatte ich aufgrund des frühen Kontaktes mit scharfer Munition.

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Blondy

Blondy

Nach diesem Bild weiss ich, man sollte nicht mit den Lippen beginnen, wenn man ein Frauengesicht zeichnen will, und das Kinn müsste wohl ein wenig weniger prägnant sein. Zudem sollte man die Haare nicht so in den Hintergrund zeichnen, dass es aussieht, als sei der Dame ein Ziegenbart gewachsen. Trotzdem finde ich das Bild ganz ok.

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Kämpferin

Kämpferin

Auch eines meiner Lieblingsbilder. Bis auf den linken Fuss und den fehlenden Schatten ist mir eigentlich alles ganz gut gelungen. Mir gefällt die scheinbare Natürlichkeit der Pose. Die Haare und das Gesicht gefallen mir sehr gut. Allerdings langweilt mich das Thema Nackte Frau mit Waffe allmählich ein wenig, ich werde mir wohl etwas anderes ausdenken müssen.

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Splitterschutz-Weste

Splitterschutz-Weste

Der Wachtdienst muss mittlerweile mit abgespitzter, scharfer Munition und geladener und scharfer Waffe ums Haus patrouilleren (und das neben einem Schulgelände). Dazu tragen die Patrouillanten eine sogenannte Splitterschutzweste mit etwa 20 Kilo Eigengewicht. Die Tragenden sehen jeweils ein wenig ausgestopft aus.

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Vögeln

Vögeln

An diesem Tag hatten wir einen 15 Kilometer Marsch. Nebst Blasen an den Füssen, die bis ins Wochenende wehtaten, war ich allgemein ziemlich erschöpft und müde. Und wenn ich erschöpft und müde bin, dann werde ich sehr schnell spitz. Die Inspiration verhalf mir somit zu diesem netten Hingucker, welcher ebenfalls zu einem meiner Lieblingsbilder gehört.

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Kaffeelöffel-Furz

Kaffeelöffel-Furz

Aus einer Blödelei mit einem Kollegen entstand der Begriff Kaffeelöffel-Furz, was zu verstehen ist als ein Furz mit einer geringen Menge an Material, welches aus versehen gleichzeitig ausgestossen wird (Ja, Soldaten sind primitiv). Um zu verdeutlichen, was in der Armee meiner Meinung nach an heisser Luft mit nur wenigen harten Tatsachen ausgestossen wird, reichte ein kleiner Kaffeelöffel nicht aus. Leider ist mir das Bild nicht allzu gut gelungen.

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Lange Lady

Lange Lady

Ich wollte mich noch ein wenig mehr mit dem weiblichen Körper befassen und habe somit diese Glatzköpfin gezeichnet. Ich sollte mich wohl noch ein wenig mit den Hüften und den allgemeinen Körpermassen von Frauen auseinandersetzen. Trotzdem, die Nase gefällt mir.

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Ausgeschossen

Ausgeschossen

Heute war Schiesstag. Eine sehr unangenehme Tätigkeit, meiner Meinung nach. Explizit dahingehend zu trainieren, dass man Menschen mit mehreren Schüssen zu Fall bringen soll ist nicht gerade mein favorisierte Art, Konflikte zu lösen. Und wenn dann auf einmal die persönliche Waffe den Geist aufgibt, kommt einem schon mal der Gedanke, dass man diesen Knüppel doch einfach entsorgen sollte.

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Zusammenschiss

Zusammenschiss

Ab heute war ich in der Wache eingeteilt für die gesamte restliche Woche. Langeweile kommt schnell auf und man vertut sich mit Herumlungern. Es gibt einige Leute, denen dies nicht gefällt (da es dem Ansehen des Militärs schadet). Ungeachtet von Respekt und Verstand dauerte es somit nicht lange, bis die ersten ZS kassiert waren.

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Drogenhund

Drogenhund

Betreffend Respekt wurde uns höchstes Vertrauen entgegengebracht, als die Militärpolizei unsere Schlafsäle mit Drogenhunden durchsuchten. Man hörte munkeln, dass diese Aktion von einer vorgesetzten Person einberufen wurde aufgrund des Missfallens an unserer Disziplin.

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Krieg und Liebe

Krieg und Liebe

Wenn man dreimal pro Tag zwei Stunden Wache halten muss, ist es nicht verwunderlich, dass ebensolche auch morgens um vier stattfinden muss. Aufgrund der Müdigkeit inspirierte mich somit eine Titelschlagzeile in einer Zeitung zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Liebe im Krieg.

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Kuscheln

Kuscheln

Nach einer weiteren Wache morgens um vier war ich definitiv kaputt und so sehnte ich mich nach ein wenig gemeinsamem dösen.

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Versuch

Versuch

Nach erfolgter Körperausruhung war ich noch ein wenig bedröppelt und meine erste Zeichnung gegen Mittag kam nicht wirklich gut raus. Ich weiss nicht mal mehr, was ich damit eigentlich bezwecken wollte.

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Airforce

Airforce

Die wenig gelungene Zeichnung des Kaffeelöffelfurzes fuxte mich noch ein wenig und so setzte ich mich daran, diese tolle Figur nochmals ins Bild zu setzen. Die Idee mit der Airforce hatte ich erst am Schluss, ist also nicht böse gemeint.

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Halbzeit

Halbzeit

Einigen aufmerksamen Soldaten war aufgefallen, dass die Hälfte des Wiederholungskurses verstrichen war. Da jedoch die Zeit ähnlich wie die Uhren von Salvador Dali zähflüssig dahinschmelzten, kam wenig Freude auf, sondern es war einfach nur Langweilig.

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Herisau

Herisau

Leider geht die Inspiration bei Langeweile flöten und so habe ich mich während einer meiner freien Stunden hinters Haus gesetzt und ein wenig die Landschaft abgezeichnet.

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Tierquälerin

Tierquälerin

Wenig inspirierend, aber doch genügend für die Idee eines Bildes war eine fette Frau, die täglich an unserem Wachtposten vorbeispazierte mit einem grossen Hund. Dass sie dabei extra stehenblieb, der Hund weiterlief und sie danach bei gespannter Leine wie ein Hulk den Hund zurückschleuderte gab bereits die Idee eines sozialen Hilfefalles, der sich aufgrund der nachfolgenden Bemerkungen bezeichnend ignoranter Einstellung gegenüber der Meinung anderer bestätigte. Ich habe für diese wandelnde Wurst meine Figur Miss Pirris verwendet, allerdings tue ich ihr damit nicht gerecht.

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Flügelfant

Flügelfant

Das Wiederkehren einer alten Figur inspirierte mich tags darauf, eine andere Figur wieder hervorzunehmen. Insbesondere kam mir die Erinnerung an meinen Flügelfanten, da ich bereits letztes Jahr diesen verwendete, als die frohe Kund des vorzeitigen Abtretens am Freitag Abend kam. Auch dieses Jahr wieder konnte ich zusammen mit meinen Kollegen Freitags nach Hause, allerdings wird dies wohl noch böses Blut geben, da solchen, die nicht auf der Wache waren, diese Vorzugsbehandlung verwehrt wurde, da wieder einmal Drogenkontrollen abliefen, welche auch dieses Mal von derselben Person wie vorher initiiert wurden.

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Kind mit Granate

Kind mit Granate

Am letzten Tag waren die Wachtschichten umgeteilt worden, weswegen ich nach einer einzigen Wache morgens bis am Abend nichts mehr zu tun hatte. Da zudem kaum mehr jemand im Hause war, nahm das Herumlungern überhand und es war einfach nur noch Zeit-Totschlagen. Die Inspiration für dieses Bild war somit einfach nur wirres Gedankengewusel.

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Schwingender Manderby

Schwingender Manderby

Die letzte Woche ist angebrochen. Was genau die Inspiration für dieses Bild war, weiss ich nicht mehr, auf jeden Fall wollte ich wieder einmal ein wenig Dynamik reinbringen.

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Schwingende Manderba

Schwingende Manderba

Am Montag hatten wir unseren Zugstag. Wir gingen hierbei in einen Baum-Kletter-Park oder auf die Rodelbahn. Ich entschied mich für das Geäst und hatte meinen Spass. Leider ist das Bild nicht das beste.

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Kotz

Kotz

Nachdem wir uns am Zugsabend mit einem Essen verköstigt hatten, ging es daran, unsere Neulinge zu taufen. Da diesen dabei ein undefinierbares Gemisch-Gebräu aus verschiedenen Alkohol-Sorten als Stimulationsmittel abgegeben wurde, führte dies zum einen oder anderen Brechreiz.

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Umarmung

Umarmung

Ich war wieder mal müde, da ich wieder mal auf der Wache war. Diesmal mussten wir im Dreistunden-Takt ablösen, sodass ich innert eines knappen Tages auf neun Stunden Wache kam. Die Schlafstunden gingen dabei bis auf deren zwei flöten und meine Sehnsucht nach Kuschligkeit nahm zu.

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Gähnender Löwe

Gähnender Löwe

Während der letzten drei Stunden Wache morgens um drei bis sechs war ich dann ständig am gähnen, was schlussendlich die Inspiration dieses Bildes war. Ursprünglich wollte ich eine Ratte zeichnen.

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Nach Hause

Nach Hause

Am letzte Tag des diesjährigen Wiederholungskurses mussten wir wie jedes Jahr sämtliches Material abgeben und das persönliche Material wieder nach Hause schleppen. Ich hatte aufgrund des verfrühten Abtretens in der zweiten Woche noch sämtliches Material da und hatte mich deswegen mit diesem Bild mental darauf vorbereitet, wie schwer das Zeug ist.

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Der WK ist vorbei, zumindest offiziell. Beim Nachhausekommen erwartete mich noch ein bitterer Nachgeschmack. Es war ja schon seltsam, dass mein Diensbüchlein beim Abtreten nicht vorhanden war, aber dass ich selbiges zuhause im Briefkasten vorfinde mit sage und schreibe 4 eingetragenen Diensttagen anstelle deren 19, das habe ich nicht erwartet. Der Aufwand, um dies korrigieren zu lassen wird mich wieder einige Stunden kosten, man könnte meinen, ich hätte nichts besseres zu tun.

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Nachtrag: Nachdem ich am 16. Mai sofort die Korrektur in meinem Dienstbüchlein beantragt habe, hatte ich heute, am 16. September endlich mein Dienstbüchlein zurückerhalten mit meinen verdienten 19 Diensttagen.