Auch im Jahre 2009 macht sich meine Persönlichkeit auf, alternative Lebensformen zu suchen. Gefunden wurden dieselben in Bazenheid, wo sich andere gleichgesinnte tummelten, alle mit dem untrüglichen Erkennungszeichen des grünen Gewandes und einem ausgeschalteten Hirn. Alles ist ruhig und man geniesst die dem normalen Leben so fremde Lebensweise.

Brustwecker
Ich war fälschlicherweise immer noch als Fahrer angemeldet und so bekam ich einen falschen Marschbefehl, auf welchem ich auf 9.00 Uhr aufgeboten wurde. Tatsächlich jedoch war der Einrückungszeitpunkt für nicht-Fahrer erst um 13.00 Uhr und so habe ich einen tollen Morgen alleine im Café verbracht, während ich darauf wartete, dass es ein Uhr wurde. Die Brustwarzen kamen mir erst gegen Ende des Bildes in den Sinn: Das wär doch mal ein Wecker, von dem man gerne geweckt wird.

Lautsprecher
Da ich zu früh angetreten war, hat mir meine Vorgesetzte sogleich einen Spezialauftrag vorgesetzt. Bei dem alljährlichen Vergnügen der Fahnenübergabe war ich somit zuständig dafür, dass die Worte des Kommandanten wohltönend über die Scharen der Kriegsveteranen schwappen würden, sprich, ich musste die Lautsprecheranlage bedienen. Da dies bei insgesamt fünf Kompanien getan werden musste und ich somit stets dieselbe Rede zu hören bekam und es ausserdem Arsch-kalt war, verlor ich ein wenig die Lust.

Unter Beschuss
Die Anwesenheit von Kriegsmaterial hat mich dazu inspiriert, ein wenig Action zu zeichnen. Nicht, dass wir tatsächlich in eine solche Situation geraten wären oder würden oder überhaupt könnten, aber ich hatte einfach Lust dazu. Das Bild gefällt mir ziemlich gut.

Tänzerin
Zeichnungen von Frauen dürfen in einem WK natürlich auch nicht fehlen. Hier habe ich immer noch Probleme mit den Proportionen und natürlich mit dem weiblichen Gesicht. Wahrscheinlich lerne ich das nie.

Geburtstagskuchen
Heute hat Manderby Geburtstag, da wollte ich ihm eine kleine Überraschung schenken.

Gasmaske
Wir wurden dankbarerweise dazu auserkoren, während der kommenden Inspektion unser Können im ABC-Schutz vorzuführen. Was das bedeutet ist folgendes: Wir packen unsere Körper in unförmige, sperrige und unbequeme Kleider, stülpen uns eine Gummimaske über, atmen schwer durch einen Filter und warten darauf, dass wir das Ganze wieder ausziehen können. Der Vorteil der Gasmaske ist dabei, dass man die Fürze der Kollegen nicht riecht.

Schiessen
Heute mussten wir an den 300 Meter Stand ein wenig Lärm produzieren. Ich habe wieder mal bewiesen, dass ich immer noch gute Augen habe. Das Bild gefällt mir auch ganz gut, allerdings hatte ich etwas Mühe mit dem rechten Bein und ein wenig mehr Bewegung im Bild hätte auch nicht geschadet.

Reizstoff-Sprühgerät
Wir haben jetzt eine neue Nahkampf-Waffe: Einen Pfefferspray. Dieser wird benötigt, wenn man auf der Wache ist und ein böser Mann daherkommt, der partout nicht anhalten will und uns böse gesinnt ist. Dann zücken wir dieses entzückende Döslein und sprühen der Person ein wenig in die Augen, worauf dieser vermutlich tendentiell Schwierigkeiten haben wird, die nächsten Minuten an etwas anderes zu denken, als dass seine Augen sich so anfühlen, als würden sie in Salzsäure aufgelöst.

Hüpfende Kämpferin
Am Freitag Abend wollte ich dann nochmals eine Frau zeichnen. Aber da es Freitag Abend war, und wir den ganzen Tag schon sehr viel ge-nicht-tan haben, hielt sich meine künstlerische Euphorie etwas in Grenzen.

Schrei in den Hörer
In der zweiten Woche mussten wir (wie jedes Jahr) auf eine mehrtägige Übung, um unser Können zu beweisen. Da ich zu den Übermittlern gehöre, müssen wir häufig funken und dieses Jahr sogar telefonieren. Man plant, dass wir in Zukunft zu sogenannten Telematikern
ausgebildet werden. Wie dem auch sei, erweist sich die Kommunikation über das drahtlose Netz manchmal ein wenig schwierig.

Press the Button
Unsere Aufgabe besteht im wesentlichen darin, auf verschiedene Knöpfchen zu drücken und dann in den Hörer zu sprechen. Dass diese Aufgabe irgendwann zur Stupidität ausartet, ist abzusehen. Und da zudem allmählich Müdigkeit aufkommt, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass man verblödet.

Schlafen
Am dritten Tag der Übung dann nahm die Schläfrigkeit allmählich überhand und bei mir bedeutet dies normalerweise, dass ich meine Gedanken zu erotischen Dingen lenke. Aber da die Müdigkeit doch sehr gross ist, entstand eben dieses süsse Bild.

Frauengesicht
Ich gebs nicht auf mit den Frauengesichtern. Ich denke, ein wenig Abzeichnen könnte nicht schaden.

Frau am Klettern
Die Proportionen gefallen mir grundsätzlich, aber der Hals und das Gesicht sind verbesserungsfähig.

Frauenjäger
Als dann die Übung fertig war, konnte ich ein wenig schlafen, aber dieser Schlaf hat meine hormonelle Stimmung nicht dämpfen können, so habe ich mir eben gewisse Gedanken zum kommenden Osterwochenende gemacht.

Ab ins Osterwochenende
Dann endlich war es soweit, die Zeit des Wartens ging allmählich vorüber. Bald schon würden wir ins lange Osterwochenende fahren. Einfach viel ausschlafen und dann mal schauen, was so alles läuft.

Schnüffel
Als ich am Montag Abend nach dem langen Osterwochenende wieder einrücken musste, überkam mich eine leichte Lustlosigkeit, weswegen ich im Zug eine etwas destruktive Zeichnung machte. Die ursprüngliche Bein- und Arm-Stellung war anders geplant, aber es sah nicht so gut aus.

Festung
Dienstag war unser Zugstag und wir gingen eine Festung ankucken. Es war eindrücklich klar geworden, was das Schweizer Militär in der Kriegszeit alles aufgestellt hatte, um das Land zu verteidigen. Manchmal jedoch waren die vielen Kanonenrohre etwas sehr protzig, sodass mir die Inspiration für dieses Bild nicht lange vorenthalten blieb.

Lara
Aus einer blödsinnigen Diskussion kamen wir auf den Spruch Nichts drunter an, nur das GT
. So hatte ich eine weitere Inspiration gefunden, die ich in einem (seltenen) freien Moment zu Papier bringen konnte.

Fondue Chinoise
Am Abend des Zugstages gingen wir in ein Restaurant, wo wir Fondue Chinoise (oder war es Bourguignogne?) à discrétion bestellten. Ich habe zugeschlagen wie ein Raubtier, es war hervorragend.

In the sun
Die darauffolgenden Tage waren die Tage der Materialrückgabe. Hierbei muss man während knapp einer Stunde alles genau kontrollieren und der ganze Rest war Warten. Somit gab es massenhaft Zeit, die Frühlingssonne zu geniessen.

Kampf
Dies ist der letzte Tag des diesjährigen WKs und wie erwartet waren wir mit allen Aufgaben schon um halb neun fertig, worauf wir bis um halb fünf auf das Ende gewartet haben und nichts sonstiges zu tun hatten. Ich war etwas abgeschlafft, hatte jedoch beim Musik-Hören dann diese Inspiration.

Sieg
Und dies war dann die erlösende Zeichnung, als es allmählich gegen Ende der Wartezeit ging.

Dies war mein letzter vollständiger WK, nächstes Jahr muss ich nur noch 12 Tage absolvieren, dann ist meine militärische Zeit vorbei. Es wird bestimmt wieder neue Zeichnungen geben.






















